MSI X320 und Apples MacBook Air im direkten Vergleich

Auf den ersten Blick sind die Unterschiede wirklich verschwindend gering: Das neue X320 von MSI sieht dem MacBook Air von Apple zum verwechseln ähnlich - sogar die Maße stimmen fast: Mit knapp zwei Zentimetern ist das X320 nur wenige Millimeter dicker als das MacBook Air und auch der Unterschied zwischen den Bildschirm-Diagonalen (13,4 Zoll beim X320 - 13,3 Zoll beim Air) ist minimal. Nur zwei Unterschiede werden - abgesehen vom Hersteller-Logo natürlich - auf den ersten Blick offensichtlich: Anstatt im Apple-typischen Aluminium-Look kommt das X320 in einer edel glänzenden Plastik-Optik und vor allem die Anschlüsse, die MSI dem Gerät spendiert hat, fallen deutlich üppiger aus: Während das Air nur einen USB-Anschluss und einen Audio-Ausgang hinter einer kleinen Klappe verbirgt, verfügt das X320 gleich über drei USB-Anschlüsse, einen Ein- und Ausgang für Audio-Signale, einen integrierten Kartenleser und einen Anschluss für VGA-Bildschirme. Auch ein Modem - sollte es denn noch gebraucht werden - hat MSI dem X320 gegönnt.

Während im Bereich der Anschluss-Möglichkeiten also MSI deutlich punkten kann, sieht es im Inneren etwas gemischter aus. Denn im X320 werkelt ein Atom Z530 Prozessor von intel, dessen Rechen-Kern eine Leistung von 1,6GHz erreicht. Zwar wird für den Prozessor im günstigsten MacBook Air die gleiche Leistung angegeben, tatsächlich ist er aber flotter. Denn Apple verbaut anstatt der Atom- die Core 2 Duo-Variante, die über zwei eigenständige Rechenkerne, also de facto zwei mal 1,6GHz verfügt und somit mehr Leistung bringt als der von MSI gewählte Atom. Der reicht aber trotzdem allemal für Alltagsaufgaben wie das Bearbeiten von Dokumenten und das Surfen im Web.

Im Web liegt auch eine besondere Stärke des X320, die dem Air bisher fehlt: Ein integrierter UMTS-Funk-Chip ermöglicht es der flachen Schönheit, auch außerhalb von Wohnung und WLAN eine Verbindung mit dem Internet herzustellen. Dazu kann das Gerät - kombiniert mit einer entsprechenden SIM-Karte - nämlich auf die UMTS-Netzte der Mobilfunkanbieter zurückgreifen - dank des beschleunigten Standards HSDPA sogar mit einer Geschwindigkeit von bis zu 7,2 MBit/s.

Das X320 eignet sich also nicht unbedingt für Power-Aufgaben wie aufwendige Photo- oder gar Videobearbeitung, ist dafür aber hervorragend für die mobile Internetnutzung vorberietet.

Den wohl deutlichsten Unterschied aber macht der Preis aus: Die verschiedenen Modelle sollen in den USA zwischen 799 und 999 USD kosten - weitaus weniger also als das MacBook Air, das z. B. im neuen Münchner Apple Store für 1799 bis 2499 USD über die Ladentheke geht. Auf Apples schickes MacOS muss man dabei aber leider verzichten bzw. sich anderweitig arrangieren.

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