Auf den ersten Blick unterscheidet sich das neue Subnotebook X320 von MSI nicht wesentlich von Konkurrenzprodukten anderer Hersteller: Das schicke Design erinnert spontan an das MacBook Air von Apple und auch die Maße lehnen an das Trend-Produkt aus Cupertino an: Mit erstaunlich flachen 2 Zentimetern ist das X320 nur wenige Millimeter dicker als das Apple-Gerät.
Die anderen äußerlichen Kennzahlen liegen auch im Durchschnitt der Konkurrenz: Mit einer Bildschirmdiagonale von 13,4 Zoll liegt das X320 genau im Mittelfeld der üblichen 12 bis 15 Zoll und auch eine Tastatur die, anders als bei den noch kleineren Netbooks, eine gewohnte Normalgröße hat, ist im X320 verbaut.
Im Inneren des Geräts jedoch zeigen sich teilweise größere Unterschiede: Wie auch Apple verzichtet MSI beim Bau des Subnotebooks auf ein CD- oder DVD-Laufwerk, das hingegen in Konkurrenzprodukten wie dem Sony Vaio VGN-TX3XP und dem Asus W5Fe-2P023E ab Werk vorhanden ist. Unpraktisch wird dies vor allem, wenn Sie Software installieren wollen, die nicht als Download verfügbar ist. In diesem Fall hilft nur der Erwerb eines externen CD- oder DVD-Laufwerks, dass Sie bei Bedarf über eine der drei USB Schnittstellen mit dem Gerät verbinden können.
Auch der Prozessor, der im Inneren des X320 einen Großteil der Rechenarbeit erledigt, weicht etwas von der Wahl anderer Hersteller ab: Während beispielsweise Sony im Vaio VGN-TX3XP einen Intel Core Solo verbaut und Asus dem W5Fe-2P023E sogar einen Core 2 Duo spendiert, setzt MSI auf einen Atom Prozessor, der ebenfalls aus dem Hause Intel stammt. Anders als der Core Solo und der Core 2 Duo ist der Atom eigentlich für den Einsatz in den kleineren Netbooks gedacht. Positiver Nebeneffekt: Dank der geringen Leistungsaufnahme hält das X320 mit dem Standardakku 5 Stunden durch, mit einem optional erhältlichen Akku mit höherer Leistung sogar ganze 10.
Die kleine Schwäche in der Rechenleistung gleicht das X320 zusätzlich auch mit einer Funktion aus, die viele andere Subnotebooks leider vermissen lassen: In Kombination mit einer entsprechenden SIM-Karte von Ihrem Mobilfunkanbieter können Sie dank einer eingebauten UMTS-Karte unabhängig von der Verfügbarkeit eines WLANs oder UMTS-fähigen Smartphones mobil im Internet Surfen. Durch den beschleunigten Standard HSDPA sogar mit einer Geschwindigkeit, die durchaus mit einem DSL Anschluss mithalten kann.
So empfiehlt sich das X320 also vor allem für mobile Surfer, die das Gerät nicht für geschwindigkeitskritische Power-Anwendungen wie Photo- und Videobearbeitung einsetzen wollen, denn für das Mobile surfen, Zwischendurchbloggen/-twittern und die Bearbeitung von Dokumenten im schicken Café reicht die Leistung des Atom-Prozessors allemal und ist auch für angehende Studenten erschwinglich.